Autor, Buch und Thema des Monats Oktober

Neu in der Pfarrbibliothek St. Nikolaus Eupen

Viel Lesestoff zu bunt gemischten Themen bietet die Öffentliche Pfarrbibliothek St. Nikolaus Eupen. Jeden Monat wählt sie einen Autor, ein Buch und ein Thema aus. Im Oktober handelt es sich um…erfahren Sie hier mehr!

Autor des Monats Oktober 2017: Max GALLO

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Als Kind einer italienischstämmigen Familie 1932 in Nizza geboren, machte Gallo zunächst eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Es folgten ein mathematisch-technisches Bakkalaureat und eine Tätigkeit als Techniker bei der Sendeanstalt "Radiodiffusion-Télévision Française".

Neben seiner Arbeit studierte er Geschichte und schaffte im ersten Anlauf den Abschluss als Gymnasiallehrer. Schließlich promovierte er in Zeitgeschichte und schlug eine Universitätslaufbahn ein. Gleichzeitig leitete er mehrere Publikationsreihen beim bekannten Verlagshaus "Robert Laffont" und schrieb regelmäßig Kolumnen für die Wochenzeitschrift "L' Express".

Unglaublich produktiv, sachlich nicht immer zuverlässig, stilistisch brillant: so könnte man seine literarisch-historische Tätigkeit in den letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens  charakterisieren. Sie führte 2007 zu seiner Wahl in die weltberühmte "Académie française" und die Verfilmung seiner Napoleon-Trilogie machte ihn auch außerhalb Frankreichs bekannt. Der Selbstmord seiner Tochter 2001 ließ ihn zum Glauben seiner Kindheit zurückfinden, eine Umkehr, die nicht zuletzt in zahlreichen Werken zur Geschichte des Christentums ihren Niederschlag fand. 2015 machte Gallo seine Parkinson-Erkrankung bekannt. Am 18. Juli diesen Jahres ist er in Vaison-la-Romaine (F) verstorben.

Buch des Monats Oktober 2017: „Pubertät war erst der Vorwaschgang“ von Claus Koch (Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 2016)

"Wie junge Menschen erwachsen werden und ihren Platz im Leben finden", so lautet der Untertitel dieses unterhaltsam und mit viel Humor geschriebenen Buchs über das Erwachsenwerden zwischen 18 und 30. In diesen Jahren, so der Diplompsychologe Dr. Claus Koch (Jahrgang 1950), entscheidet sich wirklich, ob der Jugendliche zum selbstsicheren, lebenshungrigen, neugierigen und empathischen Erwachsenen heranwächst oder zu einem an sich selbst zweifelnden, ängstlichen und unzufriedenen Menschen wird.

Die Rolle der Eltern in dieser Lebensphase ihrer Kinder bleibt sehr wichtig: "Das Verfallsdatum des Elternseins ist keinesfalls erreicht, wenn unsere Kinder erwachsen werden", mahnt Koch. Man hat sich seine Eltern nicht ausgesucht, sie sind von Anfang an da, ungefragt. Und selbst wenn man den Kontakt zu ihnen abbricht: man wird sie nicht los. "Tritt zurück und bleibe verbunden", rät Koch deshalb den Eltern.

Thema des Monats Oktober 2017: Erasmus und die Renaissance

Die Kulturwende vom Mittelalter zur Neuzeit, die im 13./ 14. Jahrhundert in Italien ihren Anfang nahm, bezeichnet man seit dem 19. Jahrhundert als die "Renaissance" (Wiedergeburt) der Antike. Sie erfasste alle Gebiete menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns sowie sämtliche Regionen West- und Mitteleuropas. Einer der wichtigsten Denker dieser Zeit war Erasmus von Rotterdam (1469-1536), der entschieden für eine Reform der Kirche durch Rückbesinnung auf ihre Quellen eintrat, den Weg Luthers bis zum Bruch mit Rom aber nicht mitging.