02.10.2018

Autor, Buch und Thema des Monats Februar

Neu in der Pfarrbibliothek St. Nikolaus Eupen

Viel Lesestoff zu bunt gemischten Themen bietet die Öffentliche Pfarrbibliothek St. Nikolaus Eupen. Jeden Monat wählt sie einen Autor, ein Buch und ein Thema aus. Im Februar handelt es sich um:

Autor des Monats: Amos OZ

Er verstarb am 28. Dezember 2018 in Tel Aviv. Er gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller Israels.

1939 in Jerusalem geboren, trat er nach dem Selbstmord seiner Mutter 1954 in einen Kibbuz ein. Er legte seinen Familiennamen Klausner ab und nannte sich nun Oz, was "Stärke", "Kraft" bedeutet. Er verbrachte drei Jahre als Soldat in der israelischen Armee und kämpfte sowohl im Sechstage-Krieg (1967) als auch im Jom-Kippur-Krieg (1973).

Während des Studiums veröffentlichte er seine ersten Kurzgeschichten. Dies war der Beginn eines intensiven literarischen Schaffens, das Amos Oz, der viele Jahre als Professor für hebräische Literatur an der Ben-Gurion-Universität in Be'er Scheva lehrte, zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen (darunter den renommierte Friedenspreis des deutschen Buchhandels) einbrachte.

Oz trat ebenfalls als politischer Journalist hervor. In dem nun schon viele Jahrzehnte andauernden Nahostkonflikt galt er als Befürworter einer "Zwei-Staaten-Lösung". Er war Mitbegründer der israelischen Friedensbewegung "Peace now".

Sein Werk wurde in 36 Sprachen übersetzt und auf unterschiedlichste Weise gedeutet. Amos Oz selbst hat immer betont, dass er nicht alleine jüdische Sorgen thematisieren, sondern allgemein die Bedeutung des Menschseins, die Kraft der Liebe und den prägenden Einfluss von Landschaften beschreiben wolle. Häufig nehmen seine Geschichten einen versöhnlichen, hoffnungsvollen Ausgang.

Buch des Monats : Das Geheimnis des Lebens berühren

Wer in helfenden Berufen arbeitet, wer ehrenamtlich kranke Menschen begleitet, trifft auch auf die Spiritualität von Patienten und Angehörigen - ob in nichtreligiöser oder religiöser Form.

Die konkrete Not sucht Sprache und "Sinn". Hier sind alle Begleiter - Pflegende, Ärzte, Sozialarbeiter, Psychologen usw. - gefragt. So fordern Palliativ-Konzepte ausdrücklich, dass Helfer und Begleiter mit der Spiritualität ihrer Patienten kundig umgehen und sie bei ihrer Sinnsuche mit Umsicht unterstützen.

Für sie bietet die vierte Auflage dieser "Grammatik für Helfende" bei Krankheit, Sterben und Tod eine Verstehens- und Übersetzungshilfe. Auf der Basis langjähriger praktischer Erfahrung zeigt der Diplomphysiker und Theologe Erhard Weiher, Pfarrer an den Universitätskrankenhäusern in Mainz, an vielen Modellen und Beispielen auf,

  • wie die Kompetenz in spiritueller Begleitung vertieft werden kann und

  • wie Helfende konkret kommunizieren und handeln können.

Eine streng wissenschaftliche, sehr übersichtlich strukturierte Studie, deren Lektüre allerdings nie langweilig wird und klare, präzise Antworten auf viele brennende Fragen liefert.

Thema des Monats: Die Eroberung des Weltalls

1955 erschien in den USA ein Film, der genau diesen Titel trug. Der Film ist zwar nicht sonderlich gut gemacht, aber er inszenierte eine der großen Sehnsüchte der Menschheit.

Nur zwei Jahre später schossen die Russen ihren ersten Satelliten - Sputnik 1 - ins All. Noch im gleichen Jahr folgte Sputnik 2 mit der Hündin Laika an Bord. Es begann ein erbitterter Wettlauf zwischen der Sowjetunion und den USA um die Vorherrschaft im Kosmos.

Vor allem aus finanziellen Gründen behielten die Amerikaner die Nase vorn.  Vor 50 Jahren landete eine ihrer Crews auf dem Mond. Aber das Abenteuer ist noch lang nicht zu Ende, zumal nun auch China in den Ring gestiegen ist und mit der Landung einer Sonde auf der Rückseite des Mondes vor kurzem einen beachtlichen Erfolg erzielen konnte.