Grenzenlos gut: Filme aus der Großregion

Stoffentwicklungsfonds unterstützt regionale Produzenten

Um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Filmsektor zu festigen und Koproduktionen zwischen Frankreich, Deutschland und Luxemburg zu fördern, wurde 2016 das „Co-Development Abkommen der Großregion“ ins Leben gerufen. Acht Produktionen konnten so bereits unterstützt werden.

Nicht nur eine spannende Geschichte macht einen guten Film aus. Auch dessen Finanzierung. Grenzüberschreitende Filmproduktionen stellen dabei eine zusätzliche Herausforderung dar. Aus diesem Grund haben der Film Fund Luxemburg, die Saarland Medien GmbH, die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, die Région Grand Est, das CNC und die FFA das „Co-Development Abkommen der Großregion“ ins Leben gerufen. Auf diese Weise konnten seit 2016 bereits acht Filmprojekte finanziell gefördert werden.

Wer wird gefördert?

Die beteiligten Partner haben für das Jahr 2019 erneut einen grenzübergreifenden Stoffentwicklungsfonds eingerichtet. Als förderwürdig gelten neben New-Media-Projekten lange und mittellange Filmprojekte wie Dokumentar-, Animations-, Spielfilmprojekte oder TV-Spielfilmformate mit einer Mindestlänge von 45 Minuten in deutscher, französischer oder luxemburgischer Sprache.

Eine hohe Qualität wird ebenso vorausgesetzt wie die kommerzielle Ausrichtung. Außerdem muss das Filmprojekt ein gewisses Potenzial haben, in der Großregion (Luxemburg, Région Grand Est, Saarland und Ostbelgien) entwickelt und/oder realisiert zu werden.

Förderfähig sind darüber hinaus Projekte mit mindestens zwei Produzenten, von denen mindestens einer aus der Großregion und mindestens einer aus einem anderen Nationalstaat stammt.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Koordination des Verfahrens übernimmt die Région Grand Est. Über Förderzusagen entscheidet ein Gremium, das sich aus jeweils einem Vertreter der beteiligten Partner zusammensetzt.

  • Die maximale Förderhöhe pro Projekt beträgt 20.000 Euro.
  • Wenn der Autor in der Großregion wohnhaft oder geboren ist oder wenn die Geschichte mehrere Partnerregionen berücksichtigt, kann die maximale Förderhöhe auf 25.000 Euro angehoben werden.

Der Durchführungszeitraum beträgt 24 Monate und kann unter bestimmten Umständen um bis zu 12 Monate verlängert werden.

Welche Ausgaben sind förderfähig?

Filmproduzenten können folgende Ausgaben geltend machen:

  • Vergütung für Autoren
  • Ausgaben für den Erwerb von literarischen und künstlerischen Rechten
  • Löhne und Gehälter und damit verbundene Lohnsteuern des zu dem entsprechenden Zeitraum in der Entwicklung des Projektes involvierten Personals
  • Ausgaben für Motivtouren
  • Ausgaben für die grafische Entwicklung für Animationsfilmprojekte
  • Ausgaben, die mit der Suche und Vorauswahl der Darsteller verbunden sind
  • Ausgaben für technische Beratung, Dokumentation und Archivrecherchen
  • Ausgaben für die Suche von finanziellen Partnern im Rahmen der geplanten Koproduktion
  • Ausgaben für Rechtsberatung.