21.01.2021

Pädagogische Mitteilung

Speak Up – gegen Fake News und Hetze im Netz

Das Medienzentrum ist dabei!

Meinungsvielfalt ist wichtig- der Umgangston ist es aber auch. Ohne ein Minimum an Höflichkeit ist keine Diskussion möglich. Darum ist das Medienzentrum Partner des Bündnisses „Speak Up“.

Was sind Fake News?

Der Duden definiert Fake News als „in den Medien und im Internet, besonders in sozialen Netzwerken, in manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen“. Sie sehen oft aus wie Nachrichten aus seriösen Quellen, verbreiten aber gezielt falsche Inhalte.

Warum gibt es Fake News?

Wer Fake News in die Welt setzt, hat eine Absicht:

  • Geld verdienen (zum Beispiel, weil höhere Klickzahlen eine Webseite für bezahlte Werbung interessant machen)
  • Stimmung machen und dadurch die Politik beeinflussen
  • Vertrauen in bestimmte Einrichtungen zerstören
  • Jemandem einen Streich spielen oder seinem Ruf schaden
  • Informationen über Menschen sammeln

Kurz gesagt, es gibt Fake News, weil sie den Urhebern nutzen.

Woran kann man sie erkennen?

Fake News zu erkennen, ist nicht ganz einfach. Ein paar Hinweise, die nützlich sein können:

  • Überprüfen, von wem die Nachricht kommt. Ist die Quelle seriös? Gibt es auf der Seite ein Impressum? Findet sich die Information auch auf anderen, seriösen Seiten?
  • Überlegen, welche Absicht dahinterstecken könnte
  • Vorsicht ist besonders dann geboten, wenn die Nachricht sehr emotional verfasst ist oder der Titel sehr reißerisch.
  • Die Bilder überprüfen: Sind sie auch auf anderen Seiten zu finden, vielleicht sogar in einem ganz anderen Zusammenhang?
  • Fakten prüfen, zum Beispiel bei Anbietern wie Mimikama.at oder CORRECTIV.Faktencheck

Warum sind Fake News ein Problem?

Fake News sind kein neues Phänomen. Neu ist aber die Geschwindigkeit, mit der sie sich verbreiten: Durch die so genannten „sozialen“ Medien erreichen Fake News blitzschnell tausende Menschen. Außerdem werden wir heutzutage mit so vielen Informationen überhäuft, dass uns die Einordnung, welche Informationen glaubwürdig sind und welche nicht, immer schwerer fällt. Hängen bleibt dann oft nur noch die Information an sich, nicht aber der Kontext, der so wichtig wäre, um die Nachricht einzuordnen.

Durch den reißerischen Ton, in dem sie verfasst sind, sorgen Fake News für Empörung. Wer empört ist, argumentiert oft nicht mehr sachlich. Die Folge: Der Umgangston in Kommentaren und den „sozialen“ Medien wird rauer, Diskussionen arten aus und enden häufig im Austausch von Beleidigungen. Besonders heftig zeigt sich dies meist dort, wo Nutzer nicht unter ihrem Klarnamen, sondern unter einem Pseudonym aktiv sind.

Es geht auch anders

Wer ein Zeichen gegen Fake News und Hetze im Netz setzen möchte, kann den Motzern, Pöblern und Trollen widersprechen. Aber wie, ohne sich auf endlose Diskussionen einzulassen? Das ist nicht immer einfach. Deshalb hat die Kampagne „Speak up“ GIFs und Sprüche entwickelt. Jeder kann sie auf das Smartphone, Tablet oder den Computer herunterladen und da einsetzen, wo es passt. Die Bilder können hier im Downloadbereich und auf der Internetseite des Instituts für Demokratiepädagogik heruntergeladen werden.

Die Seite findest du in den weiterführenden Links. Dort gibt es auch viele interessante Informationen zu Fake News.

"Speak Up" - Bilderauswahl